ReisenJörg's Shanghai Experience

Zurück 1) Jörgs Shanghai Experience
2) Geographisch gesehen
3) Das Klima
I) Wo bleiben?
II) Was sehen ?
III) Wie kommt man rum?
IV) Essen und Trinken
V) Bei der Abreise
VI) Bemerkungen zum Abschlu?/a>
Vor

Bemerkungen zum Abschluss

  1. Shanghai ist deutlich billiger, als gemeinhin angenommen wird! Billiger als Beijing auf jeden Fall. Das mag merkwürdig erscheinen, ist aber der Fall. Mit ca. 60-70 DM am Tag kommt man inclusive Zimmer im 3-SterneHotel, drei vernünftigen Mahlzeiten und genug Reserve für Bus, Metro und Eintrittsgelder eigentlich bequem über die Runden. Ich hatte anfangs eher mit 100 DM/Tag kalkuliert und erhebliche Schwierigkeiten, das Geld loszuwerden. Naja, so blieb wenigstens genug für Souvenirs übrig! ^__^
  2. Ich kann nicht richtig nachvollziehen, was in zahlreichen Reiseführern und berichten zum Thema Betrug und TouristenAusnehmen erzählt wird! Ich habe 15 wundervolle Tage in dieser Stadt verbracht und hatte nicht ein einziges Mal das Gefühl, wirklich böse abgelinkt zu werden! Auch die Zeiten der doppelten Preislisten sind vorbei!

Sicherlich gibt es jede Menge etwas fragwürdiger Gestalten, die versuchen, einen für die merkwürdigsten Produkte zu interessieren ("Here look! That's my company Patent pending!" ^_____^) oder einen zum Besuch von Restaurants, Diskotheken oder Bars überreden wollen. Aber: Die Art und Weise, auf die das geschieht, ist immer sehr freundlich und unaufdringlich. Wenn man nicht möchte, sagt man einfach 'Nein'. Nicht ausflippen! Nicht prüfen, ob der Geldbeutel noch da ist! Nicht nach der Polizei rufen! Einfach 'Nein' sagen. Höflich! Wenn man auf diese Art und Weise respektvoll mit den Leuten umgeht (die nichts anderes versuchen, als ihren Lebensunterhalt zu verdienen) ergibt sich im Gegenzug manches interessante Gespräch und mancher interessante Kontakt oder Tip! So hat mit die Ablehnung einer Einladung ins 'Paulaner Brauhaus' neben einem sehr guten Kaffee auch noch ein Abendessen in einem wirklich tollen Restaurant, das ich sonst nie gefunden hätte, eingebracht. Und das zu einem Preis, der schon fast peinlich war! Von dem über vierstündigen Gespräch mit meinen neuen Freunden mal ganz abgesehen! ^__^

Und selbst wenn man mal beschissen wird (um das mal Deutsch auszudrücken), geht es hier meist um Beträge, die wirklich lächerlich sind. Also sollte man diese Fälle vielleicht eher als Spende betrachten: Mir tut es nicht weh und mein Gegenüber kann sich ein Abendessen davon leisten! Das einzige auf das ich immer geachtet habe war: Bettlern gebe ich kein Geld! (Angewohnheit aus Deutschland) Auf der anderen Seite kann es den ganzen Tag retten, wenn man den Gesichtsausdruck dieser Leute sieht, sobald man (nachdem man sie erstmal ignoriert hat) kurz darauf mit etwas Brot, Obst und Tee (oder einem BigMäc ^__^) wiederkommt! Also: Seid nett zueinander! Es lohnt sich!

Vielleicht ist dies der prägendste Eindruck, den ich von meiner Reise mitgenommen habe: Betrachtet man den Charakter der Menschen, die ich kennengelernt habe, kann man nicht anders, als an eine grosse Zukunft Chinas zu glauben! Sollten sie es wirklich schaffen, sich diesen Glauben an die Zukunft und dabei ihre Menschlichkeit zu bewahren, steht dem weiteren Aufstieg nichts im Wege. Ich habe allerdings die Befürchtung, dass diese positiven Charaktereigenschaften eher durch Einflüsse aus dem Westen als auf Druck der eigenen Regierung verwässert werden. Somit war es eine weitere Überraschung, als ich mit der Zeit feststellte, dass ich die ideologische Abschottung gegen den Westen teilweise sogar verstehen und nachvollziehen konnte. Wenn man sich über die Methoden auch streiten kann. Wenn ich also jemanden mit diesem Bericht überreden konnte, sich China, respektive Shanghai, einmal selbst anzusehen: Bitte Leute, lasst die Ideologie zuhause und versucht zu sehen, zu fühlen und zu verstehen! Die Welt ist grau und es gibt weder das absolut Gute, noch das absolut Böse. Und ideologische Voreingenommenheit bzw. Verzerrung der Verhältnisse gibt es auf beiden Seiten des Erdballs! Mit dieser Einstellung wird sicher jeder Chinareisende einige wertvolle und prägende Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Oder wie Wenjun es ausdrücken würde: "What you earn in your heart will let you have a nice trip!"

Thank you all, friends!

To close all this I'd like to say a very warm 'Thank you!' to ALL the people (I'll never manage to mention each and anyone of you!) who helped turning this vacation into an unforgetable experience! Especially to Zhuge Wenjun, who sacrificed her annual leave for showing me around and who endured my countless silly questions and strange habits (almost ^^;) without complaints (Believe it or not, I AM very sorry for this 'lunchbreak incident'! But how was I supposed to know???), to my favourite roommaid at Taoli Garden (whose name I've somehow forgotten) Hi, Ms. 'Sorry to interrupt you'! ^__^, the guards at the 'wrong office building' ^__^ who cared for me during these three hours waiting for the wrong person at the wrong place, the guy who showed me to and the folks at the restaurant somewhere around Henan Road who were responsible for a truly unforgettable last evening, the cabdriver who transported me back to the airport and who continously tried to cheer me up by showing me every airplane he saw (including the engine sound!) and, last but not least, the lady from Air China, the border guard and the guy from JAL ('Hai! Chinese veeery difficult!' ^__^) who accompanied me across the entire airport, trying to locate the mysteriously missing Air France personnel! Folks, you ALL were simply wonderful (that's still too modest!) and I'll never forget you! And I'll be back as soon as possible! But next time you'll have to endure me much longer!!! So think closely about moving! ^_____^

 


Zuletzt geändert am 10.08.07 von Chinalink. Text by Jörg Zerden
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