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Pekingoper: Jingju

Die Entwicklung der Pekingoper-Bühne

Die ersten Bühnen der chinesischen Theater waren rechteckige Plattformen, die an drei Seiten (manchmal sogar rundum) zum Publikum hin geöffnet waren. Bei den Bühnen, die von allen Seiten eingesehen werden konnten, sah man natürlich auch oft den Rücken der Akteure. Ein bestickter Vorhang (shoujiu) trennte die Bühne in vordere Bühne und Hintergrund.

Vor dem Vorhang befand sich ein Tisch, auf dem Musikinstrumente lagen, während die Musiker in der Nähe saßen. Dieser Tisch und die Musiker nahmen einen Teil der Bühne für sich in Anspruch und waren für das Publikum sichtbar. Von dieser Anordnung rührt der Name changmian, "Bühnendekoration" für das Orchester der Pekingoper her.

Die Musik der Pekingoper

In der Gründerzeit der Pekingoper wurden die Sänger von nur zwei Flöten begleitet, den shuangshou di ("Doppelflöte"), d.i. dem Flötisten und seinem Assistenten. Später ersetzte der Musiker Wang Xiaoshao von der Sixi- Truppe, die shuangshou di durch die huqin.
Auch nach Einführung der huqin wurden die Flöten für elegantere Stücke (qupai), sowie für die pausen während der Dekoration oder des Umkleidens. Die ursprüngliche huqin, eine Zither mit weichem Bogen, wurde später durch eine solche mit hartem Bogen ersetzt, die mehr Variation bei der Tongestaltung zulie?

Perkussionisten begleiten alle Arten von Opern, sowohl die, bei denen Gesang und Schauspielerei im Vordergrund steht, als auch bei den akrobatischen Stücken.

Die erhu war nicht Bestandteil der traditionellen Oper, aber der Erneuerer der Pekingoper, Mei Lanfang, führte sie in den 30er Jahren diesen Jahrhunderts für seine Oper Xishi, die Schönheit, ein. Die bis dahin verwendeten Instrumente jinghu, yueqin, und xianzi erschienen zu schwach und monoton, so da?Mei Lanfangs Privatmusiker Xu eine zweisaitige Zither erfand, die der erhu der östlichen Lokaloper nachempfunden war. Dies war die erste jing erhu, die zusammen mit der jinghu einen sanften und süßen Ton hervorbrachte. Die jing erhu war zunächst - als Hommage an den Künstler - unter dem Namen erhu im Mei-Stil bekannt. Sie ist heute aus der Pekingoper nicht mehr wegzudenken.

 

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Zuletzt geändert am 27. Nov 02 von Wolfgang Odendahl für Chinalink.de, W. Odendahl.