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Johanniskraut

Johanniskraut, Hypericum perforatum, ist ein echter Kosmopolit. Die Pflanze ist in Europa, Nordamerika und Asien weit verbreitet.

Die Blätter des Johanniskrauts erscheinen gegen das Licht gehalten fein gepunktet. Dies rührt von dem in in ihnen enthaltenen Öl, "Rotöl" her. Zur Gewinnung des Rotöls wird frisches Johanniskraut mit Olivenöl extrahiert. Rotöl wird in der äußerlichen Behandlung von Verbrennungen und Wunden sowie gegen rheumatische Beschwerden und Muskelverspannungen eingesetzt.

Johanniskraut enthält aber auch noch einige Stoffe, die auf die Psyche des Menschen wirken. Diese Stoffe, unter anderen die Hypericine, sind verantwortlich für die stimmungsaufhellenden und antriebssteigernden Eigenschaften des Johanniskraut. Um diese Wirkung zu erreichen, ist es notwendig, ein standardisiertes, konzentriertes Arzneimittel einzunehmen, denn die in der Pflanze enthaltenen Stoffe sind in heißem Wasser - Tee - nur schlecht löslich. Das Besondere an diesen Arzneimitteln ist die sanft einsetzende Wirkung, die nach der regelmäßigen Einnahme von ca. 2 Wochen optimal wird. Auch schränken Johanniskrautpräparate die Reaktionsfähigkeit nicht ein und beeinträchtigen so nicht bei der Arbeit oder im Straßenverkehr. Wegen seiner ausgleichenden und beruhigenden Wirkung -"Gedanken kreisen nicht mehr"- kann Johanniskraut die Einschlafbereitschaft erhöhen, ohne müde zu machen.

Eine Nebenwirkung sollten hellhäutige, empfindliche Menschen jedoch kennen: Johanniskrautextrakte können die Haut lichtempfindlicher machen. Wenn Sie also einen Sonnenurlaub planen: denken Sie an erhöhte Lichtschutzfaktoren oder lassen Sie 1-2 Wochen vorher die "Sonne von innen" weg.

 


Impressum | Zuletzt bearbeitet: 04.12.2014.