Service

Diabetes Früherkennung
Langzeitzuckerbestimmung vom 1. bis 20. März 1999
in der Zeit vom 1. - 20. März 1999 führen wir wieder ein Diabetes-Screening durch.
Hierzu benötigen wir nur eine kleine Menge Blut aus Ihrer Fingerbeere, bzw. dem Ohrläppchen. Als Ergebnis wird der durchschnitt-liche Blutzuckerwert des letzten Vierteljahres ermittelt.
Das funktioniert folgendermaßen: Der Blutzucker verändert sich im Tagesverlauf ständig, deshalb kann die Bestimmung des Blutzuckers alleine nur eine Momentaufnahme sein. Die Bestimmung des Nüchtern-Zuckers allein kann also nur ein beschränkt aussagekräftiges Ergebnis zeigen.
Wenn der Patient z.B. am Tag vorher gefastet hat, werden die Werte sicher im Normalbereich sein, aber schon nach der ersten Mahlzeit könnte der Blutzucker auf erhöhte, nicht normale Werte ansteigen.
Wenn jedoch der Zuckerstoffwechsel im Tagesverlauf häufiger den Nomalbereich übersteigt, binden sich Zuckermoleküle unablösbar an die roten Blutkörperchen.
Der Anteil Blutkörperchen mit gebundenen Zucker kann also Aussagen über den durchschnittlichen „Entgleisungsgrad“ des Zuckerstoff-wechsels geben.
Da die mittlere Lebenszeit eines roten Blutkörperchens 3 Monate beträgt, erlaubt uns dieser Wert, der HbA1c, eine Rückschau auf das letzte Vierteljahr.
Selbstverständlich ist dieser Wert auch für den Diabetiker von höchster Bedeutung, gibt er doch Auskunft darüber, wie gut er/sie eingestellt ist.
Deshalb sollte bei Diabetikern der HbA1c-Wert von dem behandelnden Arzt regelmäßig kontrolliert werden.
Zusätzlich messen Diabetiker in der Regel auch noch selbst ihren Blutzucker und können so, wenn sie ein Tagebuch führen, Entgleisungen mit bestimmten Ereignissen in Verbindung bringen.
Diese Entgleisungen sollten unbedingt minimiert werden, um Folgeschäden zu vermeiden.
Erste Konsequenz aus den Ergebnissen sollte ein intensives Gespräch mit dem behandelnden Arzt sein.
Hierbei ist es wichtig, aufgrund der individuellen Ergebnisse mit dem Arzt zusammen persönliche Ziele zu entwickeln und diese auch zu dokumentieren.
Für diesen Zweck gibt es spezielle, von der DGG entwickelte, Tagebücher, die jeder Diabetiker im eigenen Interesse penibel genau führen sollte. Denn: Nur wer seinen Stoffwechsel kennt, kann ihn kontrollieren.
Nicht jeder Diabetiker kann auf Ideal -wie gesund- Werte eingestellt werden, aber Ziel jeder Diabetes- Therapie ist es, Normoglykämie herzustellen, um auf diese Weise Folgeschäden zu vermeiden und dem Diabetiker die aktive Teilnahme am „normalen“ Leben zu ermöglichen.

 


Impressum | Zuletzt bearbeitet: 04.12.2014.